KulturSPIEGEL, November 2003  

Redaktionsmitteilung zur Frankfurter Buchmesse 2003

 
   

Ich, ich, ich, schrie es von fast jedem Stand auf der Frankfurter Buchmesse. Wie bereits im Vorjahr warben die Verlage mit dem Leben von Legenden und solchen, die es gern wären. Muhammad Ali, Dieter Bohlen, Daniel Küblböck die Mehrzahl der Spitzentitel waren Biografien. An einem winzigen Stand in der Nähe von Random House, wo Fernsehteams die geschwärzten Passagen aus dem Bohlen Buch „Hinter den Kulissen" filmten, besuchte Fiona Ehlers, 33, den bayerischen Kleinverlag „Mein Leben". Auch die drei Verleger und Ghostwriter Ellen Schönfelder, Irina Ploch Harabacz und Louis Lau verfassen Autobiografien nach Maß für alle, die keine Prominenten sind. Ehlers blätterte in den Erinnerungen von über 80 Jährigen, las über Krieg, Not, Flucht und Neuanfang und begriff: Eine Generation, die erst mühsam lernen muss, ich zu sagen, hat mehr zu erzählen als jeder polternde Selbstdarsteller. Aus ihren Sätzen spricht Demut, ihr Stil ist geprägt von Bescheidenheit (Artikel lesen).

 
 

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